Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene leiden unter Lese- / Rechtschreibschwäche. Sie hängt nicht mit mangelhafter Intelligenz zusammen und ist auch nicht das Resultat eines unzulänglichen Unterrichts, sondern eine spezifische Lernverzögerung bei Normal- und sogar Hochbegabten! Lese‑ oder Rechtschreibschwierigkeiten werden oft als Konzentrationsmangel interpretiert, obwohl sich bei genauer Untersuchung dann eine Teilleistungsschwäche, aber nur in diesem Bereich, herausstellt.

- Es besteht eine zeitweise Unaufmerksamkeit beim Umgang mit Symbolen (Buchstaben, Zahlen) und eine mangelhafte Fähigkeit zur Wortdurchgliederung.
- Buchstaben, die ähnlich klingen, aussehen bzw. seitenverkehrt sind (b und d; p und q etc.) werden verwechselt
- Ein und dasselbe Wort kann in einem Text auf unterschiedliche Weise falsch geschrieben werden.
- Einfache Wörter werden oft falsch, schwierige dagegen oft richtig geschrieben.
- Beim Abschreiben werden Fehler gemacht, die auch beim Vergleichen nicht bemerkt werden.
- Häufig ist das Schriftbild unleserlich, die Feinmotorik unzureichend ausgeprägt.
- Die Fehlerdichte nimmt mit der Länge des Textes zu.
- Das Lesen ist stockend, es kommt zum Vertauschen von Buchstaben oder Wörtern im Text.
- Das Gelesene kann nur teilweise erfasst und wiedergegeben werden.
- Oft treten Probleme beim Erlernen von Fremdsprachen auf.